Archive for the ‘heuristics’ Category

A tester’s screen saver

Monday, May 7th, 2007

Ein Bildschirmschoner für Tester

Pradeep hat vor einiger Zeit diesen Bildschirmschoner “Heuristiken und Testen” erstellt (Download hier).

screen saver.JPG

Ich mag die Idee sehr und hier ist jetzt die Gelegenheit, selbst zu urteilen.
Übrigens: “es wurde bis jetzt - offiziell - in 2 Organisationen in Indien auf allen Test-Computern installiert.” (Pradeep Soundararajan)

benötigtes Betriebssystem: Windows 2000 oder XP

Hier findest du die PPS-Version.

try to draw a cat

Saturday, April 7th, 2007

Versuche, eine Katze zu malen

Ich wollte eine Katze malen. Aber als ich das versuchte, gab es ein Problem. Hier ist das Bild, damit du das selbst beurteilen kannst:

erkan_yilmaz.jpg

Wie ich sehe, ist das Problem: Ich weiss was eine Katze ist, aber ich konnte mir keine Katze vorstellen. Könnte daran liegen, dass ich normalerweise keinen Kontakt zu Katzen habe.

So, ich sehe nun 2 Möglichkeiten:
- im realen Leben draussen eine Katze finden und sie detailiert zu studieren oder (da Katzen vielleicht nicht still halten wollen, wenn ich das will)
- vielleicht einfacher: in Google nach Katzenbildern suchen und diese studieren und nach diesen malen (aber die Gefahr könnte sein, dass es mehr Kopieren statt Vorstellungsvermögen sein könnte).

Dies bringt mich zum Thema, dass Personen mehr Details von ihrer Umgebung beobachten sollten. In der Art, dass du dir Dinge wirklich vorstellen kannst, wenn du deine Augen schliesst. OK, du könntest jetzt sagen: “Ich habe nicht die Zeit, einen solch genauen Blick auf alles zu haben.” - richtig. Aber warum nicht erst mal mit einem Objekt anfangen?
Z.B. während du gehst, halte inne und beobachte deine Umgebung. Du wirst viel mehr sehen, wenn du für einen Moment inne hältst - anstelle zu hetzen. Observiere deine Umgebung ! Versuche dann später zu malen, was du ausgewählt hast. Und wenn das getan ist, nimm’ das Bild zu dem Objekt und vergleiche. Hast du mit dem Bild das Objekt eingefangen? Falls nicht, möchtest du es nicht besser machen?

Vielleicht hilft dir das, mehr zu observieren wie ein Detektiv oder Polizist. Sie können viele Details aufzählen, wenn man sie später danach frägt. Und falls du kein Detektiv oder Polizist sein möchtest, sei ein Maler oder Träumer oder etwas anderes, was du sein willst.
Ich bin mir sicher, dass wird dir beim Testen helfen.

Erkan YILMAZ

Translate to think more (TTM)

Friday, March 30th, 2007

Übersetze, um mehr zu denken

Bevor du dies liest, behalte im Hinterkopf, dass ich die deutsche Sprache besser spreche, da ich mit ihr aufgewachsen bin.

Ich versuche, dir als Leser Artikel zu geben, die so gut wie möglich sind (natürlich unter Aspekten von Kosten und Nutzen betrachtet). In letzter Zeit habe ich begonnen, meine englischen Artikel ins Deutsche zu übersetzen (hier ist der Grund). Währenddessen bemerkte ich, dass ich einige Artikel hätte besser schreiben können.

erkan_yilmaz.jpg

Also, wenn du denkst, du hast zu einem Artikel nichts mehr hinzuzufügen (nun ja, es ist immer eine besser Version möglich) oder du möchtest nicht weiterschreiben oder andere Gründe, dann übersetze es in eine andere Sprache.

Dies ist mein erster Artikel, den ich am selben Tag mehrsprachig verfasst habe:
1. zuerst in Englisch und
2. dann ins Deutsche übersetzt
3. während ich Schritt 2 durchführte, bekam ich neue Ideen für das Ergebnis aus Schritt 1

Ich denke, das wird dir helfen, mehr über einige Worte nachzudenken. Denn während des Übersetzens bist du gezwungen, mehr über die Bedeutung eines Wortes nachzudenken.
Manchmal sehe ich, dass ich englische Worte instinktiv benutze - vielleicht weil ich sie oft lese und jetzt daran gewöhnt bin (siehst du den Teufelskreis?). Aber wenn ich sie zu übersetzen versuche, halte ich manchmal inne, da ich nicht sofort das Pendant im Deutschen finde. Ich weiss, was es bedeutet, aber die deutsche Übersetzung hängt auf meinen Lippen. Irgendwie findet sie nicht den Weg heraus :-(
Dann benutze ich ein Werkzeug - z.B. benutze ich einen Online Übersetzungsdienst (LEO). Mir werden mehrere Übersetzungen angeboten. Und da Deutsch eine Sprache ist, in der man etwas mit verschiedenen Bedeutungen ausdrücken kann, wird dies interessant. Damit werden andere Assoziationen in meinem Gehirn aktiviert.

Du könntest nun einwenden, dass es Zeit kostet - das ist richtig. Aber versuche es doch und sage mir, ob du und dein Artikel davon profitieren oder nicht.

Erkan YILMAZ

my daily share price

Tuesday, March 20th, 2007

Mein täglicher Aktienkurs

Ich habe diese Idee von Mike Kelly’s blog What’s your credit score?

Bitte lies es und komme dann zurück (falls nicht, ist das kein Problem, testingreflections hat viele gute Blogs).

Ich benutze auch diese Vorgehensweise und ich sehe einige positive Effekte.
Ich habe eine Tafel in der Firma, auf der ich meinen Aktienkurs für verschiedene Aspekte draufmale (ich werde euch jetzt nicht mitteilen, welche - das ist mein Geheimnis. Aber falls es euch beruhigt: auch andere wissen es nicht - es ist kodiert :-) ).
Auf der x-Achse sind meine Aspekte aufgetragen und die y-Achse enthält 3 Werte: gut, mittel, schlecht.

erkan_yilmaz.jpg

Das gute daran ist:
Jedesmal, wenn ich dies sehe, denke ich daran, wie ich meinen Aktienwert erhöhen kann, damit ich am Ende des Tages eine Top-Aktie bin :-)
Wie im obigen Posting erzählt wird, ist es manchmal schwierig, seinen Wert auf Maximum zu halten. Aber keine Angst, es gibt immer einen nächsten Tag an der Börse.

Ich kann dies empfehlen - besorgt euch sofort eine Tafel oder Ähnliches.

Erkan YILMAZ

use also the other shoe lace

Thursday, March 1st, 2007

Benutze auch den anderen Schnürsenkel

Stell’ dir vor, du bindest dir die Schnürsenkel.
Schliess’ nun deine Augen für einen Moment und stelle dir das wirklich vor !

erkan_yilmaz.jpg

1. Frage: Mit welchem Schnürsenkel beginnst du zuerst?
2. Frage: Fängst du meist mit dem rechten oder linken an?
3. Frage: Hast du schon mal darüber nachgedacht, mit dem anderen zu beginnen?
4. Frage: Falls nicht, warum?

Die 3. Frage kam mir, als ich meine Schnürsenkel band. Also wähle ich immer den anderen Schnürsenkel als Tags zuvor.
Ich denke, wenn du mit solchen Kleinigkeiten anfängst, kann das helfen, nicht die gewöhnlichen Pfade zu benutzen und auch andere zu wählen, die du nicht mehr benutzt.

Stell’ dir vor, wie lange du schon diese Angewohnheit mit den Schnürsenkeln hast.
Was wäre anders, wenn du mit dem anderen zuerst beginnst? Würde das etwas mehr Zeit kosten? Könnte dein Gehirn etwas mehr aktiviert werden? Was meinst du?

erkan_yilmaz.jpg

Wie wäre es, wenn du das auf andere Dinge erweiterst, wie:
mit der anderen Hand zu schreiben. Nun ja, das wäre etwas schwierig am Anfang.
Aber es lässt dich an Situationen denken, an die du normalerweise nicht denkst: z.B. behinderte Menschen. Würde das nicht deine Perspektive ändern? Wann hast du denn das letzte Mal an behinderte Personen gedacht?

Wie wäre es, in den Wagen mal von der Beifahrerseite einzusteigen?
Das kostet wahrscheinlich mehr Zeit. Möglicherweise könnten andere denken: “Diese Frau/dieser Mann ist verrückt.” oder “Wann lässt sie/er die andere Tür reparieren?”
Aber glaubst du nicht, du würdest dein Auto aus einer anderen Perpektive sehen? Wann sasst du das letzte Mal auf der Beifahrerseite deines eigenen Autos?

Ich denke, du erahnst, um was es geht…
Du hast immer die Wahl, welchen Weg du nimmst - wäre es denn so schlecht, auch andere Wege zu nehmen?

Erkan Yilmaz

toilet paper

Tuesday, February 20th, 2007

Toilettenpapier

Die Toilettenpapier Heuristik:

Ist mir grad’ passiert: ich habe ein grosses Geschäft erledigt - nun, dieses habe ich auf der Toilette geschafft. Zuerst habe ich mich erleichtert gefühlt.
Aber ich hatte vorher nicht geschaut, ob es genug Papier gab. Vielleicht habe ich immer noch geschlafen, da ich kurz vorher aufgewacht bin.
Als ich nach dem Papier griff, dachte ich: “Ob das wohl ausreicht?”

erkan_yilmaz.jpg

Du könntest nun sagen: “Mensch, kaufst/bewahrst du nicht genügend Papier auf der Toilette?” Nun, ich habe keines vorher gekauft, da ich dachte, es würde bis heute ausreichen. :-(

Also in der Situation habe ich gehofft: “Das muss ausreichen.” Und benutzte dann das Papier weise.
Zu dem Zeitpunkt war ich alleine in der Wohnung. Also hätte ich mir Ersatz aus der Küche besorgen können. Aber du kannst dir vorstellen, wie ich ausgesehen hätte: mit runtergelassener Hose durch die Wohnung laufend. War ja auch niemand da, also wäre das kein Problem gewesen ;-)
Nun, ich hätte auch Wasser benutzen können, um mir meinen A…. zu reinigen.

Dieser Vorfall liess mich über meine letzten Klobesuche nachdenken. Ich verwende das Papier nicht immer sparsam - ich benutze oft zuviel. Wenn ich jetzt darüber nachdenke: ich könnte sogar Geld damit sparen (nun ja, es mag nicht so viel Geld sein, aber immerhin…) und der Umwelt damit helfen.

So, das Toilettenpapier weckt für mich einen Vergleich mit Test-Ressourcen. Wir planen zwar sorgfältig unsere Test-Ressourcen, aber es gibt Situationen, in denen es kein Toilettenpapier mehr gibt.
Entweder akzeptierst du diese Tatsache immer und hoffst, dass die Ressourcen ausreichen werden - aber das kann zu einem Scheiss Ergebnis führen (ich möchte nicht in eine Situation kommen, in der ich Wasser benutzen muss).
Wenn du in so einer Situation bist, versuche dann Ersatz zu finden. Es gibt immer Ersatz - du musst dir nur vorstellen, wie du xyz benutzen kannst, um deine Bedürfnisse zu erfüllen.
Oder warte nicht darauf, bis es dazu kommt: verwende das Toilettenpapier weise und plane im Voraus, indem du beobachtest.

Erkan Yilmaz

Nachtrag 2007-03-31:
Eines der überschätzten Freuden im Leben ist der Sexualverkehr; und eines der unterschätzten Freuden im Leben ist der Stuhlgang. (Mark Twain)

never forget your keys

Monday, February 19th, 2007

Vergiss’ nie deine Schlüssel

Diese Heuristik nenne ich: Vergiss’ nie deine Schlüssel
P.S. Ich mag den Begriff “keys”, da er ähnlich ist zu “key” (=main/important thing) ist. (siehe englischen Artikel).

Wenn ich meine Wohnung verlasse, bin ich immer sicher, dass ich wieder rein kann.
Ich habe als Kind gelernt: überprüfe immer - bevor du die Tür schliesst - ob du deine Schlüssel bei dir hast.

erkan_yilmaz.jpg

Und mit der Zeit mache ich das nun intuitiv - nur ein kurzer Check an meine Hosentasche, bis ich ein Geräusch höre oder eine Wölbung spüre (nicht, was du jetzt denkst :-) ).
Das Ergebnis ist, dass ich immer in die Wohnung rein kann (nun, ich könte dies auch, indem ich die Tür eintrete - aber dies würde andere Probleme erzeugen).
Andere Gedanken kommen auch auf, z.B.:
Wenn ich mit jemandem zusammen bin und Sound höre oder wir an der Tür stehen - beobachte ich sie und frage: “Hast du deine Schlüssel bei dir?” Dies kann anderen also auch helfen. Aber es kann auch als redundant betrachtet werden, weil die andere Person dies schon überprüft hat - dass muss auch beobachtet werden :-).
Oder man könnte sagen: “Du bist nicht selbstsicher. Du musst mechanisch wiederholen.” Nur mal eine Frage: Kennst du mich gut genug, um dies zu behaupten? Wie würdest du vorgehen? Konditionierst/trainierst du dich nicht auch auf diese Art?

Was bedeutet dies?
Wenn du etwas lernen willst, beginne es, indem du dich trainierst. Nimm dir die Zeit, um es auch wirklich zu tun. Wenn du jetzt investierst, wirst du in der Zukunft davon profitieren. Es beginnt alles mit dem ersten Schritt und Wiederholung, um am Ball zu bleiben.

In diesem Fall möchte ich lernen, Heuristiken effizienter zu nutzen.
Also, darüber lesen ist gut, aber darüber zu schreiben hilft mir mehr. Wahrscheinlich wird mich das mehr Zeit kosten. Aber ich denke, ich werde davon sehr profitieren (wenn man es unter Kosten und Nutzen betrachtet).
Wie Konfuzius 450 vor Christus sagte: “Sage es mir, und ich vergesse es; zeige es mir, und ich erinnere mich; lass es mich tun, und ich behalte es.
Jetzt versuche ich, mich mehr damit zu involvieren und darüber zu bloggen.

Erkan Yilmaz

starting on heuristics

Monday, February 19th, 2007

Beginn mit Heuristiken

Zur Zeit besuche ich den Kurs Rapid Software Testing von James Bach und Michael Bolton.

Nun möchte ich eigene Heuristiken hinzufügen (obwohl wir das Thema an sich noch nicht behandelt haben - aber ich habe in jüngster Zeit einige Heuristiken/Merksprüche von anderen gesehen und jetzt bin ich begierig, mich diesem Thema auch zu nähern).
Über Heuristiken zu lesen ist gut, aber besser erschaffst du eigene, damit du sie besser verinnerlichst.
Also, wenn du bemerkst, dass meine Heuristiken verbessert werden können, teile mir das mit, damit ich diese (und mich) verbessern kann.

Vergib’ mir, wenn ich manchmal Themen wähle, die nicht höflich sind. Aber ich denke, mit diesen kann ich mich besser erinnern. Und desweiteren: das ist meine Art, es zu tun :-)

Also, was ist eine Heuristik ? (siehe die Folien von James, v 2.1.1 page 49)
eine Heuristik ist “eine fehlbare Methode, um ein Problem zu lösen oder eine Entscheidung zu treffen.”
Heuristiken bescheren nützliche Struktur für Problemlösungsfähigkeiten.

“Heuristisches Denken wird nicht als final und strikt betrachtet, eher nur als provisorisch und plausibel, dessen Zweck es ist, die Lösung zu einem aktuellen Problem zu entdecken.” - George Polya, How to Solve It

Oder wie es David Gilbert sagt:
“Fehlbar?” magst du jetzt fragen. “Warum sollte ich etwas benutzen, dass fehlbar ist?” Nun ja, lass uns eine leicht andere Formulierung derselben Idee betrachten… eine Heuristik ist eine generelle Daumenregel, die die meiste Zeit funktioniert. Jetzt können wir anfangen, den Nutzen zu sehen. Es ist allgemein und klappt die meiste Zeit, also kann es schnell eine Lösung bieten ohne sehr intensiv oder lang darüber nachzudenken.

Wo kann ich einige Beispiel Heuristiken sehen? Du kannst hier beginnen.

Erkan YILMAZ


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